Fallulah

 

Klar gibt es zur Zeit eine Vielzahl sehr guter Künstlerinnen aus Skandinavien, aber FALLULAH setzt dieser Tatsache mit ihrem Debüt-Album „The Black Cat Neighbourhood“ ein sehr selbstbewusstes und eigenständiges Werk entgegen.

Hinter FALLULAH verbirgt sich die 25-jährige Maria Apetri, deren rumänische Wurzeln sowohl in ihrer Musik, als auch im Aussehen und ihrer Live-Performance eine Rolle spielen. So wurde sie schon sehr früh von ihrem Vater, der Choreograph ist, mit den Beats des Balkans konfrontiert und hat daraus nun ihr bittersüßes Songuniversum entwickelt. „I feel that my dad’s spirit is on the entire album. On the up-tempo-tracks it’s on the rhythm and in my cries and in the quiet things like ‚Give Us A Little Love’ you can feel him in thesadness and the melancholy“ so FALLULAH. Damit sind auch schon die beiden Seiten von „The Black Cat Neighbourhood“ beschrieben. Auf der einen Seite stehen Songs wie die erste Single ‚I Lay My Head’, die in Dänemark bereits ein Hit ist, der Opener ‚Only Human’ oder das wunderbare ‚Bridges’, die eher die schönen Popmomente und ihre Leichtigkeit beschreiben. Auf der anderen Seite die düsteren Momente wie die mächtigen Beats des Titeltracks, die melancholische Wärme des balladesken ‚Use It For Good’ oder die dämonische Reduziertheit von ‚Give Us A Little Love’. Die Musik der Indie-Diva mag den einen oder anderen Vergleich an die poppige Eckigkeit von Kate Nash oder Florence & The Machine evozieren, denn auch sie hat großartige und wunderschöne Pop-Melodien, die Charisma haben und nie zu glatt daher kommen. „I like to show both strength and brittleness in my songs. That it’s full of contrasts. Because there isn’t anybody, who is just strong or weak. Like I don’t put on the same clothes every morning. “FALLULAH konnte mit ihrer Band gerade live als Support der Schwedin Miss Li einem begeisterten Publikum zeigen, warum sie in Dänemark schon jetzt eine der größten neuen Künstlerinnen ist.
Übrigens waren dies ihre ersten Shows außerhalb Dänemarks und man kann kaum glauben, dass sie anfangs extreme Angst hatte, vor Publikum aufzutreten, aber das ging einem Michael Stipe (R.E.M.) ja auch mal so.