Fetsum

Wenn man FETSUMs langerwartetes Debut-Album mit einem Wort beschreiben müsste, wäre „global“ das wohl treffendste. Es umschreibt nicht nur den eigenen Stil, den FETSUM im Laufe der Jahre entwickelt hat, sondern auch seine persönliche Lebensgeschichte. Als Sohn eritreischer Freiheitskämpfer, kam er in Kairo zur Welt, nachdem seine Mutter im Krieg verwundet wurde und fliehen musste. Nach 18 Monaten ging die Reise weiter nach Rom, wo sie einige Jahre lebten, um dann nach Stuttgart zu ziehen.

Es waren diese prägenden Jahre, in denen FETSUM intuitiv seine Liebe zur Musik entdeckte. Inspiriert von Bob Marley über Donny Hathaway bis hin zu Bob Dylan begann FETSUM später seine eigenen Songs zu schreiben. Anfangs noch auf deutsch, dann aber auf englisch. "Das war eine sehr rationale Entscheidung. Ich wollte mit meiner Musik schon immer so viele Menschen wie möglich erreichen. Meine Texte sollen nicht nur hierzulande, sondern in vielen Ländern verstanden werden."

Sein selbstbenannter "Urban Folk" fand schnell Anklang, sodass schon bald kein Geringerer als die Reggae-Größe Patrice begann, ihn zu unterstützen. Zunächst als Opening Act auf mehreren Tourneen, dann als Gast in seinem eigenen Supow-Studio in Köln, wo FETSUM schließlich sein Album „The Colors Of Hope“ aufnahm. Ein Album reich an Erfahrung und von erstaunlicher Reife.

In den letzten drei Jahren teilte sich der mittlerweile in Berlin lebende Musiker die Bühne mit internationalen und nationalen Acts wie Estelle, K'NAAN, Peter Fox, den Söhnen Mannheims, Cassandra Steen und Patrice. Es ist dieser Schatz an Bühnenerfahrung aber auch die bewegte Geschichte seines eigenen Lebens und dasjenige seiner Familie, die auf diesem Erstlingswerk voll zur Geltung kommen.

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