M. WALKING ON THE WATER zählen zu den prägenden „musikalischen Legenden“ der deutschen Independent-Szene der 80er-Jahre. Neben Phillip Boa und Poems for Laila schufen sie mit ihrem unverwechselbaren Folk-Pop-Sound eine eigene Nische innerhalb der alternativen Musikkultur. Ihre energiegeladenen Live-Konzerte waren Kult und endeten nicht selten nach über zwei Stunden in euphorischen Zugabeschlachten – bestätigt durch zahlreiche ausverkaufte Tourneen in Deutschland und Österreich.
Ende der 90er gingen die Bandmitglieder nach neun Alben und 15 intensiven Jahren auf Tournee getrennte Wege: Markus Jansen widmete sich unter Jansen der Theatermusik, Mike Pelzer veröffentlichte mehrere Alben mit Gloss, Basta Fou und Westsee und restaurierte historische Segelschiffe. Martell Beigang tourte u. a. mit Dick Brave und veröffentlichte seine ersten Bücher. Axel Ruhland spielte u. a. mit James Last in China und prägt heute die Hamburger Musicalszene als Geiger. Bassist Konrad Mathieu gründete eine Webagentur und wandte sich dem Jazz zu.
Ein Jubiläum in ihrer alten Krefelder Stammkneipe – initiiert von Lichtfrau Sigi – führte schließlich alle wieder zusammen. Das spontane Konzert wurde legendär: Mit den ersten Klängen von „Party in the Cemetery“, „Rosemary“ oder „Poison“ zeigte sich, dass der alte Zauber nie wirklich verschwunden war. Es folgten weitere sporadische Auftritte und ab 2010 regelmäßige Sessions in Markus Jansens „Dachapparat“-Studio. Dort entstand ihr zehntes Album „Flowers for the Departed“ (2011), das viele als eines ihrer stärksten Werke betrachten. 2018 erschien das Album „Dogma 13“, 2021 folgte „Lov“ – bewusst mit fehlendem „e“, das mit der nächsten Veröffentlichung vervollständigt wird.
Im November 2025 feierten M. Walking On The Water ihr 40-jähriges Bestehen: eine Woche lang Kneipenkonzerte im Ruhrgebiet – ganz im Geist ihrer frühen Tage – und ein großes Abschlusskonzert in der Kulturfabrik Krefeld mit vielen ehemaligen Begleitern krönten das Jubiläum.
Im Januar 2026 erscheint schließlich ihr neues Album, das nicht nur das fehlende „e“ nachliefert, sondern auch ein weiteres Kapitel der Bandgeschichte aufschlägt: eigenständig, gereift und zugleich voll jener Energie, die M. Walking On The Water seit vier Jahrzehnten auszeichnet.